Hautkrebs nach Brustkrebsbehandlung: Was sind die Ursachen?
Aktuelle Forschungsergebnisse zu Hautkrebs, der nach einer Brustkrebsbehandlung auftritt, erregen Aufmerksamkeit. Wussten Sie, dass Patienten, die wegen Brustkrebs behandelt wurden, Jahrzehnte später an einer neuen Krebsart erkranken können? In diesem Beitrag untersuchen wir anhand des Falls einer 70-jährigen Patientin, wie Strahlentherapie neue Krebserkrankungen auslösen kann.
Verlauf der Brustkrebsbehandlung
Vor 25 Jahren wurde bei einer 70-jährigen Frau Brustkrebs im linken Brustbereich diagnostiziert. Sie überwand die Krankheit durch eine Brustamputation, Chemotherapie und adjuvante Strahlentherapie. Drei Jahre nach der Behandlung suchte sie jedoch erneut einen Arzt auf, da sich an ihrer linken Brust ein Knoten gebildet hatte. Glücklicherweise war die Biopsie nicht bösartig, aber der Knoten begann mit der Zeit zu wachsen.
Entdeckung und Diagnose von Hautkrebs
Bei einer kürzlichen körperlichen Untersuchung wurde festgestellt, dass ihr Knoten an Größe zunahm und Entzündungen aufwies. Das Forschungsteam vermutete einen Rückfall des Brustkrebses und entnahm eine Gewebeprobe. Die detaillierte histologische Untersuchung zeigte jedoch Zellen, die sich völlig von den ursprünglichen Brustkrebszellen unterschieden. Schließlich wurde festgestellt, dass sich durch die Strahlentherapie ein neuer Hautkrebs entwickelt hatte.
Risiken von strahleninduzierten Sarkomen
Bei dieser Patientin wurde ein hochgradiger bösartiger Hautkrebs namens 'pleomorphes dermales Sarkom' diagnostiziert. Dieser Krebs, der 25 Jahre nach der Strahlentherapie auftrat, ist als strahleninduziertes Sarkom bekannt. Die Inzidenz von strahleninduzierten Sarkomen ist zwar mit 0,03 % bis 0,2 % gering, erfordert jedoch Vorsicht aufgrund einer ungünstigen Prognose. Insbesondere da viele Krebspatienten neben Brustkrebs auch Strahlentherapie erhalten, können solche Komplikationen auftreten.
Bedeutung von präzisen Untersuchungen und Früherkennung
Wenn nach einer Strahlentherapie neue Knoten oder Hautveränderungen auftreten, ist unbedingt eine präzise Gewebeprobe erforderlich. Da bildgebende Verfahren allein nicht zwischen einem Rückfall und einem strahleninduzierten Sarkom unterscheiden können, ist eine genaue Diagnose mittels immunhistochemischer Untersuchung unerlässlich. Insbesondere sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen, wenn folgende Symptome auftreten:
- Unerklärlicher Knoten im linken Brustbereich
- Harter Knoten
- Hautveränderungen
Die Zahl der Brustkrebspatientinnen in Südkorea hat inzwischen 300.000 überschritten, mit 25.000 bis 28.000 neuen Fällen pro Jahr. Etwa 60 % bis 70 % von ihnen erhalten eine Strahlentherapie. Daher ist bei Patienten, die eine Strahlentherapie erhalten haben, eine kontinuierliche Aufmerksamkeit für chronische Komplikationen erforderlich.
Prognose und Behandlungsmethoden
Strahleninduzierte Sarkome breiten sich leicht auf umliegendes Gewebe aus und weisen eine hohe Rate an Metastasierung und Rezidiven auf, was zu einer ungünstigen Prognose führt. Da sie typischerweise nicht auf herkömmliche Chemotherapie ansprechen, ist häufig eine chirurgische Exzision erforderlich. Wenn eine Operation nicht möglich ist, werden Strahlentherapie oder unterstützende Maßnahmen zur Linderung der Symptome durchgeführt.
Es ist wichtig, sich des Risikos der Entstehung von strahleninduzierten Sarkomen nach einer Brustkrebsbehandlung bewusst zu sein und sich um eine Früherkennung zu bemühen. Auch nach der Krebsbehandlung ist es wichtig, den eigenen Körperzustand kontinuierlich zu überwachen und bei Anzeichen von Anomalien einen Facharzt zu konsultieren.
