Seltene Krankheit: Ohnmacht beim Schlucken von Nahrung
Ein Fall einer Frau hat kürzlich für Aufsehen gesorgt. Während sie ein gesundes Leben führte, begann sie, Schwindel zu verspüren, jedes Mal wenn sie Nahrung schluckte, was schließlich zu einer ernsten Situation führte, in der sie bei jeder Mahlzeit das Bewusstsein verlor und zusammenbrach. Die Ursache für diese Symptome war eine seltene Krankheit namens kardioinhibitorische Synkope beim Schlucken.
Was ist kardioinhibitorische Synkope beim Schlucken?
Kardioinhibitorische Synkope beim Schlucken ist eine Erkrankung, bei der es während des Schluckvorgangs zu einem plötzlichen Abfall der Herzfrequenz oder einem vorübergehenden Herzstillstand kommt, was zu Ohnmacht führt. Fälle dieser Krankheit sind weltweit selten, mit weniger als 150 dokumentierten Fällen. Betroffene können Symptome wie Schwindel, kalten Schweiß, verschwommenes Sehen und Bewusstlosigkeit während des Essens erleben.
Wie entsteht sie?
Die Hauptursache dieser Erkrankung liegt in einem übermäßigen vagalen Reflex, der beim Schlucken ausgelöst wird. Normalerweise werden beim Schlucken Nervensignale an das Gehirn gesendet, und der Vagusnerv wird aktiviert, um die Verdauung zu unterstützen. Bei Patienten mit kardioinhibitorischer Synkope beim Schlucken ist diese Reaktion jedoch übermäßig stark, was zur Hemmung des Sinusknotens und des AV-Knotens führt, die den Herzschlag regulieren, und somit die Herzfrequenz stark verlangsamt oder vorübergehend stoppt. Dies führt auch zu einem Blutdruckabfall, der den Blutfluss zum Gehirn reduziert und letztendlich zur Ohnmacht führt.
Symptome und Diagnose
Die Symptome können je nach Art der Nahrung variieren. Beispielsweise können kalte Getränke, kohlensäurehaltige Getränke, heiße Speisen oder große Bissen die Symptome verschlimmern. Patienten, die diese Symptome erleben, können erhebliche Beeinträchtigungen in ihrem täglichen Leben erfahren.
- Schwindel
- Kalte Schweißausbrüche
- Verschwommenes Sehen
- Bewusstlosigkeit
Die Diagnose wird durch EKG-Untersuchungen und 24-Stunden-Holter-Monitoring gestellt, wobei die Korrelation zwischen Nahrungsaufnahme und Veränderungen der Herzfrequenz ermittelt wird.
Behandlungsmethoden
Die Behandlung variiert je nach Schweregrad der Symptome, kann aber das Vermeiden auslösender Nahrungsmittel oder medikamentöse Therapien umfassen. Oft sind die Ergebnisse jedoch begrenzt. Früher war die Implantation eines Herzschrittmachers die Hauptbehandlungsmethode, aber in letzter Zeit gewinnt die kardioneurale Ablation als neue Behandlungsmethode an Bedeutung. Dieses Verfahren entfernt die Nervenzellen, die übermäßige vagale Signale an das Herz senden, um die abnormale Reaktion zu reduzieren. Aktuelle Studien zeigen, dass Patienten, die sich diesem Eingriff unterzogen haben, eine deutliche Reduzierung der Ohnmachtsanfälle erfahren haben.
Obwohl die kardioinhibitorische Synkope beim Schlucken eine seltene Krankheit ist, kann sie mit angemessener Diagnose und Behandlung gut gemanagt werden. Denken Sie daran, dass auch Patienten mit seltenen Symptomen positive Veränderungen und Hoffnung finden können.
