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Überarbeitete WHO-Leitlinien zur Demenzprävention: Was hat sich geändert?

Weltweit leiden über 57 Millionen Menschen an Demenz, und jedes Jahr werden 10 Millionen neue Fälle diagnostiziert. Obwohl es derzeit keine Heilung für Demenz gibt, wussten Sie, dass wir bis zu 45 % der Fälle verhindern oder das Einsetzen verzögern können, indem wir unseren Lebensstil verbessern und unsere Gesundheit pflegen? Kürzlich hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre Leitlinien hierzu überarbeitet. Diese Überarbeitung ist die erste seit 2019 und enthält Wege zur Vorbeugung von Demenz und kognitiven Beeinträchtigungen.

Überarbeitete WHO-Leitlinien zur Demenzprävention: Veränderungen nach 7 Jahren

Neue WHO-Leitlinien zur Demenzprävention

Der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte in einer Pressemitteilung: „Heute wissen wir mehr über die Risikofaktoren für Demenz als je zuvor, und diese Leitlinien bieten umsetzbare Schritte auf dieser Grundlage.“ Die Länder verfügen nun über klare, evidenzbasierte Empfehlungen zum Schutz der kognitiven Gesundheit ihrer Bevölkerung.

Der Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und Demenz

Eine der bedeutendsten Änderungen in diesen Leitlinien ist die Auswirkung von Luftverschmutzung auf das Demenzrisiko. Die WHO hat die Reduzierung der Luftverschmutzung als wichtige Strategie zur Vorbeugung kognitiver Beeinträchtigungen und Demenz hervorgehoben. Insbesondere ultrafeine Partikel wie PM2.5 können die körpereigenen Abwehrmechanismen überwinden und das Gehirn erreichen, was Entzündungen und oxidativen Stress auslösen und zu kognitiven Beeinträchtigungen führen kann.

  • Verwendung sauberer Energiequellen wie Strom oder Gas anstelle von Holz oder Holzkohle
  • Unterstützung von Politiken zur Reduzierung von Emissionen aus Autos und Fabriken

Die WHO schätzt, dass „eine Reduzierung der Luftverschmutzung auf Null etwa 3 % der Demenzfälle verhindern könnte.“

Neue Empfehlungen zur Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln

Die WHO empfiehlt, dass Personen ohne Nährstoffmangel keine bestimmten Vitamine oder Nahrungsergänzungsmittel einnehmen sollten. Laut Studien gibt es nur unzureichende wissenschaftliche Beweise dafür, dass Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin B, E und Omega-3 bei der Demenzprävention wirksam sind. Tatsächlich warnen sie, dass die Einnahme unnötiger Nahrungsergänzungsmittel potenziell schädlich sein kann.

Hörverlust und kognitive Gesundheit

Auch die Leitlinien der WHO zum Hörverlust haben sich erheblich geändert. Etwa einer von fünf Menschen weltweit leidet an Hörverlust, der jedoch in vielen Fällen unentdeckt bleibt. Die WHO betont den Zusammenhang zwischen Hörverlust und einem erhöhten Risiko für kognitive Beeinträchtigungen und Demenz und unterstützt ausdrücklich die Bereitstellung von Hörgeräten.

Die Behandlung von Hörverlust kann erhebliche Vorteile bringen, und der Bericht besagt, dass „eine Reduzierung des Hörverlusts auf Null etwa 7 % der Demenzfälle verhindern könnte.“

Die überarbeiteten Leitlinien der WHO betonen auch die Bedeutung von kognitivem Training und der Aufrechterhaltung sozialer Beziehungen. Aktivitäten wie Freiwilligenarbeit oder die Pflege von Beziehungen zu Freunden und Familie sind entscheidend für die Erhaltung der kognitiven Gesundheit im Alter. Die zuvor empfohlenen Maßnahmen – wie regelmäßige körperliche Aktivität, Reduzierung des Alkoholkonsums, Rauchverzicht und eine gesunde Ernährung – bleiben ebenfalls wichtig.

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