OzzO

Health and Fitness

Demenzsterblichkeitsrisiko: Wie Ihr Wohnort die Gefahr beeinflusst

Jüngste Forschungen haben ergeben, dass der Wohnort einen erheblichen Einfluss auf das Risiko, an Demenz zu sterben, hat. Es wurde festgestellt, dass das Sterberisiko durch Demenz in Gebieten mit einem mittleren Urbanisierungsgrad am höchsten ist, verglichen mit dem Zentrum von Großstädten oder abgelegenen ländlichen Gebieten. Diese Studie wurde von Forschern der Universität Cambridge durchgeführt und basiert auf der Analyse von Daten aus den Jahren 2011 bis 2023.

Analyse des Einflusses des Wohnorts auf das Demenzsterblichkeitsrisiko

Demenzsterblichkeitsrisiko und Bevölkerungsdichte

Die Forscher analysierten Bevölkerungsdaten und individuelle Sterbedaten aus 32.844 Gebieten in England. Die Studie umfasste 40.948.445 Einwohner über 16 Jahre, die bei der National Health Service (NHS) registriert waren, und wurde im Median über 8,68 Jahre verfolgt.

Die Analyse ergab eine „umgekehrt U-förmige“ Beziehung zwischen dem Demenzsterblichkeitsrisiko und der lokalen Bevölkerungsdichte. Mit zunehmender Bevölkerungsdichte stieg das Demenzsterblichkeitsrisiko an und erreichte seinen Höhepunkt in Gebieten mittlerer Dichte mit etwa 20-40 Personen pro Hektar, d. h. 2000-4000 Personen pro Quadratkilometer. Im Gegensatz dazu war das Risiko in den dicht besiedelten Stadtzentren und den dünn besiedelten ländlichen Gebieten relativ geringer.

Probleme in Gebieten mittlerer Dichte

Die Forscher erklärten, dass diese Unterschiede wahrscheinlich nicht nur auf die Frage „Stadt oder Land“ zurückzuführen seien, sondern auch auf die Zugänglichkeit von Gesundheits- und Lebensdiensten sowie die Außenumgebung. Dicht besiedelte städtische Gebiete leiden unter Umweltbelastungen wie Luftverschmutzung, bieten aber leichten Zugang zu wesentlichen Dienstleistungen wie Krankenhäusern, Apotheken und öffentlichen Verkehrsmitteln. Ländliche Gebiete hingegen können eine geringere Zugänglichkeit zu medizinischen Diensten aufweisen, bieten aber mehr Möglichkeiten für körperliche Aktivität in einer relativ sauberen Luft und natürlichen Umgebung.

Bedeutung der Zugänglichkeit von Gesundheitsdiensten und der Lebensumwelt

Gebiete mittlerer Dichte weisen jedoch oft die Umweltnachteile von Städten auf, während sie gleichzeitig einen schlechteren Zugang zu Krankenhäusern und Dienstleistungen haben. In solchen Umgebungen können ältere Menschen Arzttermine verpassen oder eine verspätete Diagnose erhalten, was eine kontinuierliche Behandlung erschwert. Darüber hinaus kann ein Mangel an fußgängerfreundlichen Umgebungen oder Freiflächen für Outdoor-Aktivitäten zu reduzierter körperlicher Aktivität und sozialer Isolation führen. All diese Faktoren sind bekannte Risikofaktoren, die mit einem Rückgang der kognitiven Funktionen verbunden sind.

Notwendigkeit der Verbesserung der lokalen Umwelt

Die Forscher gaben an, dass nach statistischer Bereinigung von lokalen Merkmalen wie Einkommen, Beschäftigung, Bildung, Kriminalität, Wohnen, Lebensumwelt und Zugang zu Dienstleistungen über 71 % der Unterschiede im Demenzsterblichkeitsrisiko aufgrund der Bevölkerungsdichte reduziert wurden. Insbesondere Zugang zu Dienstleistungen und Lebensumwelt trugen am meisten zur Erklärung der regionalen Unterschiede bei. Es wurde analysiert, dass die Verbesserung dieser lokalen Umgebungen die Demenzsterblichkeit erheblich reduzieren könnte.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Studie darauf hindeutet, dass die regionalen Unterschiede im Demenzsterblichkeitsrisiko stärker von der Zugänglichkeit von Gesundheitsdiensten und der Lebensumwelt beeinflusst werden können als von der Bevölkerungsdichte. Daher könnte die politische Verbesserung dieser Faktoren dazu beitragen, die Belastung durch Demenzsterblichkeit zu verringern.

Teilen

Other posts in 'Gesundheit und Fitness'