Probiotika richtig einnehmen: So maximieren Sie ihre Wirkung
Immer mehr Menschen nehmen morgens Probiotika ein. Doch oft spüren sie keine Veränderung, obwohl sie sie täglich einnehmen. Das liegt daran, dass die Überlebensrate von Probiotika bis zum Darm je nach Einnahmezeitpunkt und Darreichungsform variieren kann. Um die Wirkung von Probiotika zu maximieren, ist es wichtig, sie entsprechend den Produkteigenschaften richtig einzunehmen.
Die Einnahmezeit hängt von Stamm und Produkt ab
Früher galt oft die Regel, Probiotika unbedingt auf leeren Magen einnehmen zu müssen. Doch neuere Studien deuten darauf hin, dass die Einnahme direkt nach oder während einer Mahlzeit effektiver sein kann. Die Nahrung kann die Magensäure teilweise neutralisieren und so das Überleben der Probiotika unterstützen. Allerdings gibt es auch Produkte, bei denen die Einnahme auf nüchternen Magen empfohlen wird. Es gibt also nicht die eine richtige Methode.
Ob eine magensaftresistente Beschichtung vorhanden ist, welche Eigenschaften die verwendeten Bakterienstämme haben und wie das Produkt hergestellt wurde, beeinflusst die empfohlene Einnahmezeit. Insbesondere die unterschiedlichen Eigenschaften von Stämmen wie Lactobacillus und Bifidobacterium machen es wichtig, die Produktbeschreibung zu prüfen und die Probiotika täglich zur gleichen Zeit konsequent einzunehmen.
Eigenschaften von Probiotika je nach Darreichungsform
Auch die Darreichungsform beeinflusst die Eigenschaften von Probiotika. Produkte in magensaftresistenten Kapseln sind so konzipiert, dass sie sich erst im Darm auflösen und nicht im Magensaft. Sie sind daher relativ unempfindlich gegenüber Magensäure. Diese Technologie wird angewendet, um die Überlebensrate von säureempfindlichen Bakterienstämmen zu erhöhen.
Im Gegensatz dazu können herkömmliche Pulver oder Kautabletten anfälliger für die Magenumgebung sein. Sie haben jedoch den Vorteil, dass sie leicht zu transportieren und einzunehmen sind, was sie für Kinder und ältere Menschen zugänglicher macht. Flüssige Probiotika gibt es sowohl für die Kühlung als auch für die Lagerung bei Raumtemperatur, daher sollte bei der Einnahme die jeweilige Darreichungsform berücksichtigt werden.
Gewohnheiten, die Sie bei der Einnahme von Probiotika vermeiden sollten
Da Probiotika lebende Mikroorganismen sind, ist Vorsicht bei übermäßig hohen Temperaturen geboten. Es ist generell besser, sie mit lauwarmem Wasser einzunehmen, anstatt mit heißem Wasser oder Kaffee. Insbesondere hohe Temperaturen können das Überleben einiger Bakterienstämme negativ beeinflussen.
Viele Menschen trinken morgens auf nüchternen Magen Kaffee zusammen mit ihren Probiotika. Wenn möglich, sollten Sie einen zeitlichen Abstand einhalten. Auch die Lagerung an Orten mit direkter Sonneneinstrahlung oder hoher Luftfeuchtigkeit kann die Qualität beeinträchtigen. Vermeiden Sie daher heiße Orte wie das Innere eines Autos im Sommer oder die Küche und prüfen Sie die Lagerungshinweise für jedes Produkt.
Vorsichtsmaßnahmen bei der Einnahme von Probiotika während der Antibiotikatherapie
Wenn Sie Antibiotika zur Behandlung von Erkältungen oder Entzündungen einnehmen, sollten Sie auch auf den Einnahmezeitpunkt Ihrer Probiotika achten. Antibiotika können nicht nur schädliche, sondern auch einige nützliche Bakterien beeinträchtigen. Wenn Sie sie zur gleichen Zeit einnehmen, besteht die Gefahr, dass die Probiotika nicht ausreichend den Darm erreichen.
Experten empfehlen generell, zwischen der Einnahme von Antibiotika und Probiotika einen Abstand von mindestens 2 Stunden einzuhalten. Auch nach Abschluss der Antibiotikatherapie kann die fortgesetzte Einnahme von Probiotika über einen bestimmten Zeitraum zur Wiederherstellung des Gleichgewichts der Darmflora beitragen. Bei Patienten mit stark geschwächtem Immunsystem oder bestimmten Erkrankungen ist es jedoch ratsam, die Einnahme nach Rücksprache mit einem Arzt zu entscheiden, um auf Nummer sicher zu gehen.
