Knochendichteschutz durch Hormontherapie in den Wechseljahren
Hormontherapie in den Wechseljahren und ihre Wirkung auf die Knochendichte
Die Wechseljahre markieren einen bedeutenden Wendepunkt im Leben einer Frau, und viele erleben in dieser Phase vielfältige Symptome. Hitzewallungen, Nachtschweiß und Müdigkeit können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, weshalb immer mehr Frauen eine Hormontherapie in Erwägung ziehen. Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass eine Hormontherapie nicht nur zur Linderung der Wechseljahrsbeschwerden beiträgt, sondern auch einen positiven Einfluss auf die Erhaltung der Knochendichte hat.
Reduziertes Risiko für Knochendichteverlust durch Hormontherapie
Laut Forschungsergebnissen, die auf der Jahrestagung der Endocrine Society (ENDO 2026) in Chicago vorgestellt wurden, hatten Frauen, die eine Hormontherapie in den Wechseljahren erhielten, ein um 69% geringeres Risiko für Knochendichteverlust im Vergleich zu Frauen, die keine Therapie erhielten. Die Forscher analysierten die Daten von 387 postmenopausalen Frauen, die zwischen 2021 und 2025 eine Knochendichtemessung durchführen ließen. Von ihnen erhielten 33% eine Hormontherapie, während die restlichen 67% keine erhielten.
- Frauen mit Hormontherapie: 69% geringeres Risiko für Knochendichteverlust
- Wirbelsäule und Hüfte: Häufigste Bruchstellen bei älteren Frauen
Ein Rückgang der Knochendichte kann zu Osteoporose führen, was wiederum Brüche und eine Beeinträchtigung der körperlichen Funktion zur Folge haben kann. Diese Studienergebnisse unterstreichen somit einen wichtigen Vorteil der Hormontherapie.
Expertenmeinungen und die Notwendigkeit der Therapie
Dr. Diego Espinoza-Peralta, der die Studie leitete, betonte, dass die Hormontherapie in den Wechseljahren einen wichtigen zusätzlichen Nutzen für den Knochenschutz bieten kann und als eine Therapieoption, die aktiv in Betracht gezogen werden sollte, angesehen werden sollte. Die Ergebnisse blieben auch nach Berücksichtigung verschiedener Faktoren wie Alter der Teilnehmer, Dauer der Wechseljahre, Vitamin-D-Spiegel und Raucherstatus bestehen.
Diese Ergebnisse stimmen mit früheren Studien überein, die gezeigt haben, dass Frauen, die eine Hormontherapie erhielten, ein um 34% geringeres Risiko für Hüftfrakturen und ein um etwa 30% geringeres Risiko für alle Frakturen aufwiesen. Dies sind äußerst wichtige Informationen für Frauen in den Wechseljahren.
Individuelle Risikobewertung und Therapieentscheidung
Allerdings ist eine Hormontherapie nicht für jede Frau in den Wechseljahren geeignet. Experten warnen, dass die Therapie zwar bei einer Vielzahl von Symptomen wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Gelenkschmerzen Linderung verschaffen kann, bei einigen Frauen jedoch das Risiko für Erkrankungen wie Brustkrebs erhöhen kann. Daher sollte die Entscheidung für oder gegen eine Therapie sorgfältig unter Berücksichtigung des individuellen Gesundheitszustands und der Risikofaktoren getroffen werden.
Insbesondere bei Frauen in den frühen Wechseljahren ist eine besonders sorgfältige Abwägung der Vorteile einer Hormontherapie geboten. Dr. Espinoza-Peralta merkte an: "Wenn Kliniker die Vorteile der Hormontherapie bei Frauen in den frühen Wechseljahren sorgfältiger bewerten, kann dies zur Verbesserung der langfristigen Gesundheit und Lebensqualität beitragen."
Nutzungsrate der Hormontherapie bei Frauen in den Wechseljahren in Südkorea
Derzeit erhalten nur etwa 15% der Frauen in Südkorea eine Hormontherapie in den Wechseljahren. Laut einer Studie des Korea Health Industry Development Institute (KHIDI) ist dieser Anteil der Frauen, die nach einer Diagnose der Wechseljahre eine Hormontherapie erhalten, gering. Dies ist bedauerlich, da die Hormontherapie nachweislich helfen kann, altersbedingten Knochendichteverlust in den Wechseljahren zu verhindern und das Frakturrisiko zu senken.
Die Korean Society of Menopause empfiehlt die Hormontherapie als geeignete Behandlungsoption für Frauen unter 60 Jahren oder innerhalb von 10 Jahren nach der Menopause. Sie betont jedoch, dass die Entscheidung für eine Therapie umfassend unter Berücksichtigung von Alter, Zeitpunkt der Menopause, Symptomen und Grunderkrankungen getroffen werden sollte.
