Zucker und Krebs: Eine gesunde Süße-Empfehlung
Zucker und Krebs: Die Beziehung und unsere Wahl
Viele moderne Menschen fühlen sich schuldig, wenn sie vor einem süßen Dessert sitzen. Insbesondere die weit verbreitete Annahme, dass Zucker Krebszellen nährt und Krebs verursacht, führt oft zu einem unguten Gefühl beim Verzehr von Süßigkeiten. Müssen wir also alle süßen Speisen meiden, um Krebs vorzubeugen? Krebsfachärzte raten, dass es wichtiger ist, auf die Art des Konsums und die gesunde Wahl zu achten, anstatt Süßes pauschal zu meiden.
Die wahre Verbindung zwischen Zucker und Krebs: Übergewicht
Dr. Nathan Handley, ein Onkologe, erklärt: „Es stimmt zwar, dass Krebszellen Glukose schneller verstoffwechseln als normale Zellen, aber es ist schwierig zu sagen, dass der von uns aufgenommene Zucker direkt die Ursache für das Krebswachstum ist.“ Das bedeutet nicht, dass Zucker nichts mit Krebs zu tun hat, aber die Verbindung ist eher indirekt. Laut Dr. Handley liegt das Hauptproblem von Lebensmitteln und Getränken mit hohem Zuckerzusatz darin, dass sie zu einer übermäßigen Kalorienaufnahme führen und dadurch das Risiko für Übergewicht erhöhen. Übergewicht wurde bereits in zahlreichen Studien als Hauptrisikofaktor für verschiedene Krebsarten identifiziert. Er betonte: „Übergewicht ist als Ursache für mindestens 13 Krebsarten bekannt.“
Die am meisten zu meidenden Lebensmittel: Getränke mit flüssigem Zucker
Welche Lebensmittel sollten wir also am meisten meiden? Dr. Handley warnte, dass unter den Lebensmitteln mit zugesetztem Zucker vor allem kohlensäurehaltige Getränke, Fruchtsäfte, Energydrinks und gesüßter Kaffee – also „zuckergesüßte Getränke“ – am dringendsten gemieden werden sollten. Limonaden sind die größte Einzelquelle für zugesetzten Zucker in der modernen Ernährung und die Lebensmittel, die in vielen Bevölkerungsstudien die konsistenteste Verbindung zum Krebsrisiko aufweisen.
- Eine Dose Limonade enthält etwa 10 Teelöffel (ca. 40 g) Zucker.
- Die von der American Heart Association (AHA) empfohlene tägliche Aufnahmemenge an zugesetztem Zucker liegt bei unter 25 g für Frauen und unter 36 g für Männer.
Dr. Handley riet: „Wenn Sie nur eine einzige Sache in Ihrer Ernährung ändern müssten, zögern Sie nicht, zuckergesüßte Getränke abzuschaffen.“
Gesunde Süße empfohlen vom Spezialisten
Wenn Sie Lust auf Süßes haben, ist es nicht die einzige Antwort, es einfach zu unterdrücken. Dr. Handley betonte: „Es ist weder realistisch noch angenehm, allen süßen Geschmack aus dem Leben zu verbannen. Der Schlüssel liegt darin, die Quelle der Süße von verarbeitetem zugesetztem Zucker auf natürliche, ganze Lebensmittel zu verlagern.“ Im Gegensatz zu Lebensmitteln mit künstlichem Zuckerzusatz können Früchte sogar das Krebsrisiko senken. Dies liegt daran, dass Früchte reich an Ballaststoffen sind, die den Blutzuckeranstieg verlangsamen und die Darmschleimhaut gesund halten.
Dr. Handley empfahl insbesondere Beeren, die relativ wenig Zucker enthalten und reich an Ballaststoffen und Antioxidantien sind. Darüber hinaus kann dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von über 70 % eine ausgezeichnete gesunde Alternative sein, da sie reich an Flavonoiden ist, starken Antioxidantien.
Die Einhaltung der richtigen Menge ist wichtig
Aber auch wenn Obst oder dunkle Schokolade gesund sind, bedeutet das nicht, dass man sie unbegrenzt essen kann. Da dunkle Schokolade relativ kalorien- und fettreich ist, wird empfohlen, den Verzehr auf 1-2 Stück (ca. 20-30 g) pro Tag zu beschränken. Auch bei Obst wird empfohlen, die Menge auf 1-2 Handvoll pro Tag zu beschränken, da eine übermäßige Aufnahme von Fruktose den Blutzucker oder das Gewicht beeinflussen kann.
Darüber hinaus ist es am besten, Obst im Ganzen zu essen, anstatt es zu entsaften oder zu pürieren. Wenn Obst zu Saft verarbeitet wird, werden die Ballaststoffe zerstört und die Verdauung und Aufnahme beschleunigt, was zu einem schnellen Blutzuckeranstieg führen kann, ähnlich wie beim Konsum von zuckergesüßten Getränken. Beim Verzehr von Obst kann die Kombination mit Protein oder gesunden Fetten wie griechischem Joghurt oder Eiern helfen, den Blutzuckeranstieg weiter zu verlangsamen und länger satt zu bleiben.
