Toolgen: Kapitalerhöhung und Sorgen über fallende Aktienkurse
Kürzlich wurde bekannt, dass Toolgen eine Kapitalerhöhung durchführt, um sich auf den Patentkrieg um die Gen-Editierungstechnologie CRISPR vorzubereiten. Allerdings gibt es auch Bedenken, dass die fallenden Aktienkurse es schwierig machen könnten, die ursprünglich geplante Finanzierungssumme zu erreichen. Dies bedeutet, dass die finanzielle Kapazität zur Deckung der Prozesskosten zu einer wichtigen Variable wird, während Toolgen die Patentverwertung vorantreibt.
Notwendigkeit und Hintergrund der Kapitalerhöhung
Laut der Pharma- und Biotech-Branche am 10. erklärte Toolgen-CEO Yoo Jong-sang auf einer Investorenveranstaltung in Seoul, dass der Hintergrund der Kapitalerhöhung darin bestehe, eine „Kapitalbasis zu schaffen, um in globalen Rechtsstreitigkeiten als Sieger hervorzugehen“. Er fügte hinzu: „Wir werden die beschafften Mittel als Munition nutzen, um die Siege in globalen Rechtsstreitigkeiten zu festigen und die Erträge zu maximieren.“ Dies unterstreicht die Bedeutung der Rechtsstreitigkeiten für Toolgen, das auf der CRISPR-Cas9-Genschere-Plattform und der CRISPR RNP-Technologie basiert.
Das Ausmaß des Patentkriegs
Der Patentkrieg von Toolgen gliedert sich in zwei Hauptachsen. Die erste ist das Inter-Partes-Review-Verfahren (IPR) beim US-Patentamt (PTAB) bezüglich des Grundpatents für Cas9. Dieser Prozess ist ein Wettbewerb zwischen Toolgen, dem Broad Institute und CVC, der darüber entscheiden soll, wer zuerst die Kerninnovation der Verwendung der CRISPR-Cas9-Genschere in eukaryotischen Zellen erfunden hat. Die zweite ist ein Patentverletzungsverfahren bezüglich RNP, das Toolgen als Grundlage für Klagen gegen mehrere Unternehmen in Europa und den USA dient.
Fallende Aktienkurse und Schwierigkeiten bei der Mittelbeschaffung
Derzeit liegt der Aktienkurs von Toolgen jedoch deutlich unter dem geplanten Ausgabepreis, was die Wahrscheinlichkeit verringert, dass die tatsächlich beschaffte Summe die ursprünglichen Pläne übertrifft. Beispielsweise betrug die ursprünglich geplante Beschaffungssumme rund 70 Milliarden Won, basierend auf der geplanten Ausgabe von 777.000 Aktien zu einem Preis von 92.000 Won. Wenn man jedoch den jüngsten Schlusskurs von 43.350 Won an der Börse zugrunde legt, könnte der endgültige Ausgabepreis nur bei etwa 32.700 Won liegen, was die beschaffte Summe auf etwa 25,4 Milliarden Won reduzieren könnte.
Zukünftige Aussichten und Bedenken der Aktionäre
Unter den Aktionären wächst auch die Besorgnis über die Möglichkeit weiterer Finanzierungsrunden. Ein Aktionär äußerte auf der Investorenveranstaltung: „Es könnte schwierig sein, die Mittel bis 2028 durch die derzeitige Beschaffung zu decken, und wir könnten nächstes Jahr erneut eine Kapitalerhöhung durchführen müssen.“ Darauf antwortete CEO Yoo: „Wir aktivieren verschiedene Kanäle zur Mittelbeschaffung“ und deutete an, dass zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten durch die Gewinnung von finanziellen und strategischen Investoren geprüft werden könnten.
Letztendlich wird der zukünftige Erfolg von Toolgen von seiner finanziellen Stärke zur Deckung der Prozesskosten abhängen. Wenn das Unternehmen seine Position als Erstentdecker im Cas9-Inter-Partes-Review-Verfahren verteidigen oder eine günstige Position im RNP-Patentverletzungsverfahren sichern kann, könnte dies zu Lizenzverträgen, Vergleichszahlungen oder Lizenzgebühren führen. Bis diese Erfolge jedoch Realität werden, müssen zunächst die Prozesskosten gedeckt werden, was die finanzielle Stabilität von Toolgen auf die Probe stellen wird.
