Brustkrebsresistenz überwinden: Neue Hoffnung durch Curient
Ein neuer Hoffnungsschimmer zur Überwindung von Brustkrebsresistenzen
Eine der größten Belastungen für Brustkrebspatientinnen ist die Behandlungsresistenz. Wenn Medikamente während der Behandlung nicht mehr wirken, versetzt dies viele Patientinnen in Verzweiflung. Doch kürzlich hat das Biotech-Unternehmen Curient einen neuen Hoffnungsschimmer entzündet. Sie gaben bekannt, dass die erste Patientin in der Phase-II-Studie mit ihrem neuen Medikamentenkandidaten Mocasinclib (Q901) behandelt wurde.
Curient und der aktuelle Stand der Brustkrebsbehandlung
Curient ist ein börsennotiertes Biotech-Unternehmen, das 2008 aus dem Pasteur-Institut Korea ausgegründet wurde und sich auf die Entwicklung neuer Medikamente gegen Krebs und Tuberkulose konzentriert. Brustkrebs stellt weltweit ein großes Problem dar, und insbesondere HR+/HER2- Brustkrebs macht etwa 70 % aller Brustkrebsfälle aus. Derzeit werden die Standardtherapien Ibrance von Pfizer, Kisqali von Novartis und Verzenio von Eli Lilly eingesetzt. Diese Medikamente sind allesamt CDK4/6-Inhibitoren, die das Wachstum von Krebszellen stoppen, indem sie Proteine hemmen, die die Zellteilung fördern.
Resistenzprobleme und Curients Ansatz
Das Problem ist die Resistenz. Während der Behandlung können Krebszellen beginnen, sich über andere Wege wieder zu vermehren, was die Auswahlmöglichkeiten einschränkt. Mocasinclib, das von Curient entwickelt wird, verfolgt einen anderen Ansatz als bestehende Medikamente. Während bestehende Medikamente CDK4/6 direkt hemmen, zielt Mocasinclib auf CDK7 ab, das die gesamte Zellteilung, einschließlich CDK4/6, steuert. Das bedeutet, dass sie versuchen, die Resistenz zu durchbrechen, indem sie an der Wurzel ansetzen.
Erwartungen und Wettbewerb in Phase II
Die aktuelle Phase-II-Studie richtet sich an Patientinnen mit HR+-Brustkrebs, die gegen die bestehenden Standardtherapien resistent geworden sind. Curient plant, die Antikrebs-Wirksamkeit durch die Kombination von Mocasinclib mit dem Hormontherapeutikum Fulvestrant zu überprüfen. Der Wettbewerb bei der Entwicklung von CDK7-Inhibitoren ist ebenfalls intensiv. Das britische Unternehmen Carix Therapeutics entwickelt ein Medikament namens Samuraclisib und hat in einer Phase-II-Studie bei resistenten Patientinnen eine Tumorreduktionsrate von 55 % gezeigt, was sein Potenzial unter Beweis stellt. Carix bereitet den Eintritt in die Phase-III-Studie für dieses Jahr vor.
Sicherheit und Wirksamkeit von Mocasinclib
Laut Curient wurde die Sicherheit und Verträglichkeit von Mocasinclib in einer früheren Phase-I-Studie bestätigt. Die Phase-II-Studie ist nun die Phase, in der die Wirksamkeit bei tatsächlichen resistenten Patientinnen nachgewiesen werden soll. Nam Ki-yeon, CEO von Curient, erklärte: „Wir werden Patientinnen mit HR+-Brustkrebs, die gegen die Standardtherapie resistent geworden sind, eine neue Behandlungsoption anbieten.“ Obwohl es noch einige Zeit dauern wird, bis die klinischen Ergebnisse vorliegen, hat der Wettbewerb um den 14,6 Milliarden Dollar schweren Markt bereits begonnen.
